Ziel: Walking-Football-Weltmeisterschaft 2031
„Walking Football ist mehr als Sport – es ist Prävention“
Ein Bericht über den aktuellen Report von Kiarie Mwangi, Präsident des Kenya Walking Football Federation

Vor einigen Wochen hatten wir die Gelegenheit, mit Kiarie Mwangi, dem Präsidenten des Kenya Walking Football Federation (KWFF), zu sprechen. Nun hat er einen umfassenden Report veröffentlicht, in dem er die wachsende Bedeutung von Walking Football in Kenia und weltweit hervorhebt. Seine Botschaft ist klar: Walking Football ist längst mehr als ein Freizeitspiel für ältere Menschen – es ist ein gesellschaftliches Werkzeug für Gesundheit, Gemeinschaft und Teilhabe.
Von der Nische zur Bewegung
Mwangi beschreibt Walking Football als eine der am schnellsten wachsenden Sportarten in Kenia. Besonders ältere Menschen, die in der traditionellen Sportförderung bisher wenig Beachtung fanden, haben den Sport für sich entdeckt. „Wir sehen eine echte Bewegung“, so Mwangi. „Walking Football schenkt nicht nur Fitness, sondern auch soziale Nähe und Freude – genau das, was unsere Gesellschaft braucht.“
Prävention im Fokus
Ein zentrales Anliegen Mwangis ist es, Walking Football in den gesundheitspolitischen Diskurs einzubringen. In einem Land, in dem nichtübertragbare Krankheiten (NCDs) wie Diabetes oder Bluthochdruck rasant zunehmen, versteht er den Sport als niederschwellige Antwort auf ein globales Problem.
„Wir wollen die Gespräche von der Heilung hin zur Vorbeugung lenken“, erklärt Mwangi. „Walking Football ist Prävention in Bewegung. Wer regelmäßig spielt, reduziert sein Krankheitsrisiko erheblich.“
Internationale Perspektiven
Mit Blick auf die globale Entwicklung zeigt sich Mwangi optimistisch. Die FIWFA treibt derzeit die Gespräche mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) voran, um Walking Football langfristig auf eine olympische Bühne zu bringen. Auch sporttouristisch eröffnet die Sportart neue Horizonte: Die zweite Walking-Football-Weltmeisterschaft wird im Oktober 2025 in Spanien stattfinden. Kenia bereitet sich bereits darauf vor, für die WM 2031 eine eigene Bewerbung einzureichen.
Der soziale Auftrag
Neben der körperlichen Gesundheit hebt Mwangi auch die soziale Dimension hervor: „Walking Football ist ein Mittel gegen Isolation. Statt alleine zu Hause zu sitzen, kommen Menschen zusammen, bewegen sich, tauschen sich aus. Für viele ist das genauso wichtig wie die sportliche Betätigung selbst.“
Mwangi hat mit seinem Report und im Gespräch deutlich gemacht: Walking Football ist nicht mehr nur eine aufstrebende Sportart, sondern entwickelt sich in Kenia zu einer Bewegung mit gesellschaftlicher Relevanz.

