
Herausgeber und Autor

Hinter unseren Walking-Football News auf „gehfussball-deutschland.de“ steht vor allem der Herausgeber und Autor Rolf Allerdissen, Jahrgang 1966 – ein leidenschaftlicher Teamspieler mit tiefen Wurzeln im Straßenfußball.
Aufgewachsen im sanft hügeligen Ravensberger Land zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald, prägten ihn schon früh die Straßen der Nachbarschaft, wo er sich beim Straßenfußball und Fangen mit älteren Jungs behaupten musste. Was als kindlicher Wettstreit begann, wurde bald zur Leidenschaft: Tag für Tag traf er sich als Jugendlicher mit Gleichgesinnten auf dem legendären „Gummiplatz“ – dem Kleinspielfeld der Stadt. Dort wurde gepöhlt, bis die Dunkelheit kam.
Er erlebte seinen sportlich aktivsten Höhepunkt in jungen Jahren als Teil der B1-Jugend seines Heimatvereins. In dieser Zeit sammelte er wichtige Erfahrungen im organisierten Mannschaftssport und legte damit den Grundstein für sein anhaltendes Engagement – seit der E-Jugend als Spieler, später auch in verantwortungsvollen Rollen rund um das Thema Bewegung und Gesundheit als Trainer bei legendären Ausdauersport-Weltrekordleistungen u.a. der Sportfördergruppe der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg und Rekordexperte beim nationalen Fernsehsender ProSieben.
Seine Begeisterung für Bewegung und Gemeinschaft brachte ihn schließlich zu einer schulischen Fortbildung im Bereich Freizeitsportleitung – einen Bildungsgang, mit der Freizeit- und Breitensportgruppen angeleitet, aufgebaut und betreut werden.
Bereits 1997, während eines Rehabilitationsaufenthalts in einer Fachklinik für chronische Erkrankungen, machte Rolf eine besondere Erfahrung, die sich im Rückblick wie die erste persönliche Keimzelle des Walking Football liest: In einem Gruppenangebot der Ergotherapie spielte er mit Mitpatient*innen in einem Sportraum der Klinik eine entschleunigte, angepasste Form des Fußballs – ein gemeinschaftliches, spaßorientiertes Spiel ohne Leistungsdruck. Dieses Angebot wurde tiefenpsychologisch sehr positiv ausgewertet und bestätigte, wie heilsam Bewegung in Gemeinschaft sein kann. Damit erlebte Rolf praktisch 14 Jahre vor der „offiziellen Erfindung“ des Walking Football durch John Croot in England ein vergleichbares Konzept – ein eindrucksvoller Beleg für die nachhaltige Bedeutung von Bewegung als Gesundheitsvorsorge.
So hat Rolf auch persönlich gelernt, Krankheit und Bewegung in Einklang zu bringen: Seit seiner späten Jugend lebt er mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) und verschiedenen Komorbitäten. Sport war für ihn dabei nie Widerspruch, sondern Motivation – und Teil seines Wegs zu mehr Lebensqualität.
Als er 2016 auf der Suche nach einer neuen Herausforderung war, reifte in ihm die Idee, einen weiteren Weltrekord zu wagen – diesmal mit Walking Football. Gemeinsam mit einem Verein versuchte er, ein 24-Stunden-Walking-Football-Spiel als Weltrekordleistung in Deutschland auf die Beine zu stellen. Doch das Projekt scheiterte: Die Zeit war hierzulande noch nicht reif genug, um ein solches Vorhaben umzusetzen.
2025 frischte er sein Wissen mit Fach-Zertifikaten u.a. vom DFB (Deutscher Fussball Bund) auf, um seine Erfahrungen mit neuester Fachkompetenz zu verbinden – besonders im Umgang mit gesundheitsorientierten Zielgruppen. Ob auf dem Platz oder daneben – Rolf steht für einen Sport, der zugänglich, fair, entschleunigt und menschlich ist. Walking Football ist für ihn mehr als nur ein Spiel – es ist ein Angebot für alle, die Teil eines Teams sein wollen, ohne den Druck des klassischen Wettkampfs.
Seine Erfahrungen aus unzähligen Partien „auf der Platte“ haben ihm nicht nur Technik und Spielverständnis vermittelt, sondern auch den unschätzbaren Wert von Teamgeist, Fairplay und Zusammenhalt. Diese nutzte er auch als verantwortlicher Team-Manager der NFV-Trainerauswahl 2025 während eines Walking-Football-Turniers im Osnabrücker Land.
Heute bringt Rolf diese Leidenschaft als Promotor in das WFA GERMANY Team ein. Mit einem wachen Auge für das Spielgeschehen, viel Einfühlungsvermögen und motivierenden Worten sorgt er dafür, dass jeder Spieler sein Potenzial entfalten kann. Dabei steht für ihn nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem der gemeinsame Weg im Vordergrund – immer getreu seinem Motto: „Gehfußball ist mehr als ein Spiel – es ist ein Miteinander.“

