Vernetzen mit Maß und Haltung

Warum Gehfußball Deutschland in der Kommunikation neue Wege geht

Gehfußball lebt vom Austausch. Von Erfahrungen, die weitergegeben werden. Von Ideen, die wachsen. Und von Menschen, die sich miteinander vernetzen wollen – bundesweit, niedrigschwellig und auf Augenhöhe.

Genau aus diesem Grund wurde in den vergangenen Monaten intensiv darüber nachgedacht, wie eine solche Vernetzung sinnvoll organisiert werden kann.

Die ursprüngliche Idee: eine Kontaktbörse

Ursprünglich war geplant, auf der Internetseite von Gehfußball Deutschland eine nicht öffentliche, passwortgeschützte Kontaktbörse einzurichten.

Ziel war es, engagierten Akteurinnen und Akteuren im Walking Football einen geschützten Raum zu bieten, um Kontakte zu finden, sich auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der Ansatz war gut gemeint – die praktische Umsetzung jedoch komplex.

Warum dieser Weg nicht weiterverfolgt wird

Im Zuge der Vorbereitung wurde schnell deutlich:

Eine solche Kontaktbörse bringt datenschutzrechtlich hohe Anforderungen mit sich.

Fragen nach Speicherung, Aktualisierung, Einwilligungen, Zweckbindung und Zugriffsrechten sind nicht nur theoretischer Natur, sondern erfordern dauerhafte Betreuung, klare Verantwortlichkeiten und juristische Absicherung.

Gehfußball Deutschland ist ein Netzwerk aus engagierten Ehrenamtlichen – keine juristische Fachstelle und keine Plattformbetreiberorganisation. Nach intensiver Abwägung und Beratung wurde daher entschieden, diesen Weg nicht weiter zu verfolgen.

Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Verantwortung.

Die neue Lösung: einfach, transparent, freiwillig

Statt einer zentralen Kontaktbörse setzt Gehfußball Deutschland nun auf ein praxisnahes, datensensibles und für alle leicht nutzbares Modell:

  • eine offene WhatsApp-Gruppe für den allgemeinen Austausch
  • ergänzende thematische Untergruppen, z. B. zu
    • Turnier- und Veranstaltungsorganisation
    • Regeln und Schiedsrichter
    • Gesundheit, Prävention und Inklusion
    • Öffentlichkeitsarbeit und Medien

Der entscheidende Unterschied:

Kontaktdaten werden nicht gesammelt, nicht veröffentlicht und nicht zentral verwaltet.

Wer sich austauschen möchte, tut dies freiwillig, sichtbar und bewusst innerhalb der Gruppe oder per direktem Kontakt.

Datenschutz bedeutet nicht Abschottung

Datenschutz wird oft als Einschränkung verstanden.

Im Walking Football kann er auch etwas anderes sein: ein Rahmen für Vertrauen.

Die neuen Austauschformate sollen ermöglichen, dass sich Menschen vernetzen können, ohne ihre Daten aus der Hand zu geben – und ohne verpflichtet zu sein, alles mitzulesen oder überall dabei zu sein.

Unser Resümee

Die Entscheidung gegen eine „Gehfußball-Kontaktbörse“ ist keine Abkehr vom Gedanken der Vernetzung.

Im Gegenteil: Sie ist ein Schritt hin zu einer offenen, selbstbestimmten und alltagstauglichen Form des Miteinanders.

Oder anders gesagt:

Vernetzung braucht keine Datenbank.

Sie braucht Menschen, Haltung – und gute Wege, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Kontakt & Teilnahme

Wer sich austauschen oder vernetzen möchte, kann unkompliziert teilnehmen:

Einfach eine WhatsApp an +49 1577 7832890 senden mit dem Text

„X-CHANGE WANTED“.