Neuenburg im Walking-Football-Fieber – 160 Spieler, ein Herzschlag

Von regionalen Helden bis internationalen Gästen: Ein Turnier, das zeigt, wie Walking Football Herz, Fairness und Gemeinschaft vereint.

Von der Morgensonne bis zum letzten Abpfiff – die kleine Stadt Neuenburg verwandelte sich in ein pulsierendes Zentrum für Walking Football. 160 Spielerinnen und Spieler aus ganz Deutschland – und erstmals sogar Gäste aus den Niederlanden – gaben sich beim großen Turnier die Ehre. Insgesamt 16 Teams, darunter bekannte Namen wie Werder Bremen und Arminia Bielefeld, sorgten für ein Fußballfest, das nicht über Tempo, sondern über Teamgeist, Taktik und Zusammenhalt glänzte.

Gruppenphase mit Spannung, Platzierungsrunden mit Herz

Schon am Vormittag waren die Spielfelder prall gefüllt mit Action. In der Gruppenphase kämpften die Mannschaften um jeden Punkt, ohne dabei den besonderen Spirit des Walking Football zu verlieren: Fair Play, Respekt und Freude am Spiel.

Am Nachmittag folgten weitere Begegnungen in den Platzierungsrunden – die Luft vibrierte vor Spannung und gleichzeitig war da diese besondere Wärme, wenn man merkte, dass hier Freundschaften gepflegt und neue geknüpft wurden. Das Turnierformat war clever: Jede Mannschaft hatte die Chance, ihr Können mehrfach zu zeigen, unabhängig vom frühen Abschneiden.

„Herz und Leidenschaft auf dem Platz“

Organisator Steffan Wemcken strahlte, als er die Vielfalt der Teilnehmer sah:

„Wir haben diesmal 16 Teams – darunter Werder Bremen und erstmals Gäste aus den Niederlanden. Aber auch viele Teams aus unserer Region sind dabei, und die bringen Herz und Leidenschaft auf den Platz.“

Seine Freude war ansteckend – nicht nur wegen der sportlichen Highlights, sondern auch, weil das Turnier erneut bewies, dass Walking Football eine Sportart ist, die alle mitnimmt.

Mehr als ein Spiel – Ein Fest für Gesundheit & Inklusion

Walking Football ist mehr als Fußball im Schritttempo. Die Regeln – kein Laufen, kein harter Körperkontakt, der Ball bleibt am Boden – sorgen dafür, dass Menschen aller Altersgruppen und Fitnesslevels teilnehmen können. Gespielt wurde in Neuenburg auf einem 40×21 Meter großen Feld, sechs gegen sechs, 15 Minuten pro Match.

Manche Spielerinnen und Spieler haben künstliche Gelenke, andere bringen gesundheitliche Einschränkungen mit – doch auf dem Platz zählt nur der Moment, der Pass, das Miteinander. „Genau das ist der Kern von Walking Football“, betont Wemcken.

Ein Fest für alle Sinne

Abseits des Rasens lockten der Duft von frisch Gegrilltem und Live-Musik Besucher und Spieler gleichermaßen an. Kinder tobten am Spielfeldrand, Familien feuerten ihre Angehörigen an – und man hatte das Gefühl, dass hier nicht nur Sport, sondern auch Gemeinschaft gefeiert wird.

Inklusion als Herzstück

Besonders beeindruckend: Die regelmäßigen Trainingseinheiten für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, die wöchentlich 25 bis 30 Teilnehmende anziehen. Das Neuenburger Team denkt schon weiter: Mehr Trainer sollen ausgebildet werden, um noch mehr Menschen den Zugang zu ermöglichen.

Zusammenfassend lässt es sich sagen, Neuenburg hat gezeigt, wie Walking Football sein kann: inklusiv, herzlich, spannend – und immer mit einem Lächeln. Ob es nun um Punkte, Pokale oder einfach den Spaß geht – hier zählt der gemeinsame Weg.