Das Wort am Sonntag

Bei uns geht’s nicht um Predigten, sondern um die kleinen, manchmal verrückten Begriffe aus dem Alltag des Walking Footballs – augenzwinkernd, humorvoll und mitten aus dem Leben.

Folge 1: Torjubelkrampf

Gustav, unser heimlicher Mannschafts-Chronist, steht gerne etwas abseits, lehnt sich auf seinen Stock und beobachtet genau, was auf dem Platz geschieht. Er behauptet, man könne Walking Football nur dann verstehen, wenn man auf die „kleinen Bewegungen zwischen den großen Momenten“ achtet.

Und so kam es, dass er letzte Woche den Begriff Torjubelkrampf erfand.

Denn nachdem Klaus – der Stürmer mit dem unnachahmlichen Antritt auf den ersten drei Metern – tatsächlich das 1:0 erzielt hatte, begann der Jubel. Arme wurden in die Höhe gerissen, ein Tänzchen angedeutet, und jemand brüllte sogar ein langgezogenes „Jaaaa!“.

Doch während der Ball schon längst wieder am Anstoßpunkt lag, tanzte und hüpfte die halbe Mannschaft immer noch, als hätte man gerade die Champions League gewonnen. Und siehe da: Zwei Tage später humpelten gleich drei Spieler leicht über den Platz, einer hielt sich die Hüfte, ein anderer das Knie.

„Torjubelkrampf“, murmelte Gustav trocken.

„Wenn der Jubel länger dauert als das Tor selbst – und die Gelenke noch Tage später mitfeiern.“

Und die Mannschaft nickte, lachte – und nahm sich vor, beim nächsten Treffer vielleicht lieber nur dezent abzuklatschen. Vielleicht.

Wir wünschen allerseits eine gesegnete GehZeit.