FIFA Medical Centre of Excellence Regensburg

Über 15 Jahre Fußballmedizin am UKR: Wie Regensburg zum Spitzenstandort für Sportgesundheit wurde

Wenn an den Wochenenden die Fußballplätze im ganzen Land beben, dann geht es um Leidenschaft, Teamgeist – und nicht selten auch um die Gesundheit der Spielerinnen und Spieler. Für Profis wie Amateure der Region ist das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) seit Jahren eine unverzichtbare Anlaufstelle. Seit über 15 Jahren trägt das UKR den Titel FIFA Medical Centre of Excellence – damals eines von nur sechs Zentren weltweit. Seit zehn Jahren besteht zudem die enge Kooperation mit dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV). Zwei Jubiläen, die zeigen, welchen Stellenwert die Fußballmedizin in Regensburg längst gewonnen hat.

Gründungsmitglieder des FIFA Medical Centers am Universitätsklinikum Regensburg, 2009

Vom Spielfeld in die Klinik – und zurück

Kreuzbandrisse, Verletzungen des Sprunggelenks, Muskelfaserrisse, aber auch Sehnenprobleme gehören zum Alltag der Unfallchirurgen am UKR. Doch das Team wollte von Anfang an mehr als nur behandeln: Es wollte verstehen. Warum entstehen bestimmte Verletzungen häufiger? Welche Belastungsfaktoren wirken auf Spieler ein? Welche Trainingsformen beugen vor?

„Unsere gesammelten Daten sollen dazu beitragen, diese Verletzungen zu minimieren, indem zum Beispiel Anpassungen bei der Trainingshäufigkeit und -intensität erfolgen“, erklärt Professor Dr. Dr. Volker Alt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie. Der Blick geht dabei immer über den einzelnen Fall hinaus – hin zu langfristigen Verbesserungen im Trainingsalltag von Vereinen und Spielern.

Gesundheit weiter gedacht

Doch die Arbeit des Zentrums fokussiert sich nicht allein auf akute Verletzungen. Gerade im Fußball kommt es immer wieder zu dramatischen Momenten, wenn Spieler aufgrund unentdeckter Herzerkrankungen zusammenbrechen. Auch chronische Überlastungen, die den Spaß am Sport auf Dauer nehmen können, sind ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Betreuung.

„Dies kann für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Sportlers schwerwiegende Folgen haben und ist deshalb ähnlich bedeutsam wie die Prävention von Verletzungen“, betont Professor Dr. Werner Krutsch, Oberarzt am UKR und sowohl im DFB als auch in der DFL in medizinischen Gremien aktiv. Gemeinsam mit seinem Team setzt er auf umfassende sportmedizinische Diagnostik und individuelle Betreuung, damit Fußballerinnen und Fußballer – egal auf welchem Niveau – lange gesund bleiben.

Ein Modell für Bayern – und darüber hinaus

Die Bedeutung des Regensburger Engagements ist längst überregional anerkannt. Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker würdigt den Doppelgeburtstag als Leuchtturmprojekt der Verbindung von Sport und Wissenschaft:

„Dieses Doppeljubiläum ist ein herausragendes Beispiel für die gelungene Verbindung von Sport und Wissenschaft. Regensburg bietet Exzellenzzentren mit höchster Kompetenz für unsere Sportlerinnen und Sportler in Bayern. Gemeinsam setzen wir Maßstäbe für die Zukunft des Fußballs in Bayern – und fördern Sport und Gesundheit in Einem.“

Erfolgsmodell mit Zukunft

Prävention, Forschung, Therapie – das Fußballmedizinzentrum am UKR verbindet all diese Aspekte zu einem ganzheitlichen Ansatz, der Spieler jeden Alters unterstützt. Mit 15 Jahren Erfahrung als FIFA-zertifiziertes Zentrum und einer Dekade erfolgreicher Kooperation mit dem BFV zeigt sich: Moderne Fußballmedizin ist weit mehr als die Versorgung nach einem Zweikampf. Sie ist ein zentraler Baustein für sichere Spielfreude und nachhaltigen Erfolg.

Ein Modell, das nicht nur gefeiert, sondern vor allem fortgeführt werden will – im Sinne all jener, die Fußball als die schönste Nebensache der Welt leben.

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