Das Wort am Sonntag
Bei uns geht’s nicht um Predigten, sondern um die kleinen, manchmal verrückten Begriffe aus dem Alltag des Walking Footballs – augenzwinkernd, humorvoll und mitten aus dem Leben.

Folge 2: Flüsterfoul
Gustav stand wie immer am Spielfeldrand, den Stock locker in der Hand, die Augen hellwach. Er schwört ja, man müsse beim Walking Football gar nicht die Tore zählen – viel spannender seien die kleinen Gesten zwischen den Pässen.

Und tatsächlich: Da schlich sich letzte Woche wieder etwas ein, das nur Gustav sehen konnte. Ein Spieler machte einen Schritt zu viel in den Raum des Gegners, ein winziges Hakenstellen mit dem Fuß – kaum hörbar, kaum sichtbar. Der Gegenspieler stolperte leicht, fing sich sofort wieder und spielte weiter, als sei nichts geschehen.
Doch Gustav grinste. „Das war ein Flüsterfoul“, murmelte er und schrieb sich den Begriff in sein kleines Notizbuch. „So leise wie ein Blatt im Wind, aber für den Betroffenen so deutlich wie ein Donnerschlag.“
Die Mitspieler lachten, als er ihnen später davon erzählte. Seitdem rufen sie beim Training, wenn einer plötzlich ins Straucheln kommt: „Na, wer hat da wieder ein Flüsterfoul verteilt?“ 🤫🦵

