Das kleine Wunder von Rom: Rivalen, Respekt und Walking Football


Walking Football im Vatikan – Wenn Roma und Lazio gemeinsam Zeichen setzen

Foto: Vito Gibin, Walking Football Italia


Rom. Vatikanstadt. Gemeinschaft.

Für die Walking-Football-Abteilungen von ASD Roma APS Walking Football und S.S. Lazio Walking Football wurde der Mittwoch, 18. Februar, zu einem Tag, der weit über Sport hinausging. Beide Vereine folgten einer Einladung zu einer öffentlichen Audienz auf dem Petersplatz – ein Erlebnis, das Spieler, Verantwortliche und Begleitende gleichermaßen bewegte.

Mit einer starken Delegation präsentierten sich die Teams im Herzen des Vatikans. Anlass genug, ein besonderes Zeichen vorzubereiten: personalisierte Trikots mit Namen und Rückennummer von Papst Leo XIV, gedacht als Geschenk und symbolischer Ausdruck der Verbundenheit.

Ein Geschenk, das ankam

Während der Audienz kam es zu einem dieser Momente, die man später gern weitererzählt:
Als das Papamobil über den Petersplatz fuhr, nahm der Papst die Delegationen wahr und signalisierte der vatikanischen Gendarmerie, die vorbereiteten Shirts entgegenzunehmen. Kurz darauf gelangten die Trikots in die vorgesehenen Hände – ein kleines, aber bedeutendes Zeichen der Begegnung.

Auf dem Petersplatz entstand zugleich ein Bild, das sinnbildlich für Walking Football steht: Menschen unterschiedlicher Hintergründe, vereint in den Farben zweier traditioneller Rivalen, die freundlich miteinander interagierten.
Ein Beobachter formulierte es augenzwinkernd: „Ein kleines Wunder – Roma und Lazio Seite an Seite.“

Fotos: Vito Gibin, Walking Football Italia

Turnier im Zeichen der Begegnung

Nach der Audienz setzte sich der Tag gemeinschaftlich fort. Bei einem Imbiss wurde die Erfahrung geteilt, Erinnerungen festgehalten und Kontakte vertieft, bevor es weiter in den Kunstkreis des Vatikanvikariats ging.

Dort organisierte Peter Bodon von der Lega Mariana Francescana ein Walking-Football-Turnier in ausgesprochen freundlicher Atmosphäre. Neben Roma und Lazio beteiligten sich auch Teams mit Bezug zum Vatikan.

Die beiden römischen Teams trafen mehrfach aufeinander – und wie es zu diesem Tag passte, gingen beide Begegnungen mit Erfolg für jede Seite aus.
Kapitän der gelb-roten Mannschaft war der ehemalige Profi Valter Casaroli, der dem Ereignis zusätzliche sportliche Strahlkraft verlieh.

Eine Rangliste gab es bewusst nicht. Keine Medaillen, keine Siegerfotos im klassischen Sinn – stattdessen Begegnung, Bewegung und gemeinsames Erleben.

Walking Football als verbindende Sprache

Der Tag im Vatikan wurde für alle Beteiligten zu einer eindrucksvollen Demonstration dessen, was Walking Football ausmacht:
Inklusion, Freundschaft, Fair Play – unabhängig von Vereinsfarben, Herkunft oder sportlicher Vergangenheit.

Die besondere Atmosphäre auf dem Petersplatz und die anschließenden Spiele in diesem außergewöhnlichen Umfeld verstärkten das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Walking Football zeigte sich einmal mehr nicht nur als Sportform, sondern als soziale Plattform, die Menschen zusammenführt.

Oder anders gesagt:
Wenn Rivalität in Respekt übergeht und Bewegung zur Begegnung wird, dann passiert genau das, wofür Walking Football steht.

Ein besonderer Tag – für Roma, Lazio und für eine Sportart, die Brücken baut.