

Unser Ziel ist es, gemeinsam aktiv zu bleiben, Krankheiten vorzubeugen und vor allem Spaß am Spiel zu haben.
Susanne Schlagmann-Titze, „Walking Wonders“ FK Helpensteiner Frauen-Mannschaft
FUSSBALL FÜR ALLE GENERATIONEN
Gesundheit und Gemeinschaft – genau darum geht es beim Walking Football. Walking Football kann in gemischten Mannschaften unabhängig vom Alter, Geschlecht und Leistungsstand gespielt werden. Der Spaß am Fußball, soziale Kontakte und die Freude an der Bewegung stehen im Vordergrund.
Kleine Regelkunde
In der Regel wird Walking Football in Deutschland im 6-gegen-6 auf einem Kleinfeld (42×21 Meter) mit kleineren Toren und ohne Torwart gespielt. Die Größe des Feldes und der Tore kann jederzeit angepasst werden. Der wichtigste Grundsatz ist jedoch: Das Rennen und Laufen – egal ob mit oder ohne Ball – ist verboten. Zudem darf der Ball nur flach gepasst werden. Ein Ball, der über die Höhe der Hüfte gespielt wird, wird als Regelverstoß gesehen. Darüber hinaus entfällt beim Walking Football die Abseitsregelung.
Walking Football ist das ideale Angebot für Neu- und Wiedereinsteiger*innen, Hobby-Spieler*innen und Fußballer*innen mit und ohne körperliche Einschränkungen. In manchen Landesverbänden wird bereits ein organisierter Spielbetrieb durchgeführt.
Die wichtigsten Regeln (in Kürze)
- Gehen statt Rennen: Ein Fuß muss stets den Boden berühren!
- Grätschen und harter Körpereinsatz sind untersagt!
- Der Ball darf nicht höher als 1 Meter über dem Boden gespielt werden (Hüfthöhe)!
- Spiel ohne Abseits
- Kleineres Spielfeld: 42 x 21 Meter
- Spiel auf kleine Tore (Torgröße: möglichst 3 x 1 Meter; flexibel anpassbar) ohne Torhüter
- Tabukreis vor den Toren (Radius: 3 Meter; Gesamtbreite auf Grundlinie: 5 Meter), der nicht betreten werden darf
- Spieleranzahl: 6 gegen 6 im Wettkampf, im Training frei wählbar
- Spielzeit: 4-mal 15 Minuten
Foulregeln im Walking Football
1. Kein Körperkontakt – Jegliche Form von Schieben, Stoßen, Halten oder Rempeln ist untersagt. Walking Football ist eine kontaktarme Sportart – Sicherheit und Fairness stehen im Vordergrund.
2. Kein Grätschen – Rutschen oder Grätschen zum Ball ist aus Verletzungsgründen verboten – auch wenn kein Gegenspieler in der Nähe ist.
3. Kein Handspiel – Wie im regulären Fußball: Der Ball darf nicht mit Hand oder Arm gespielt werden – Ausnahme: Torverhinderung durch unabsichtliches Handspiel wird situationsbezogen bewertet.
4. Kein Blocken in Bewegung – Blocken (z. B. zum Abschirmen des Balls) ist nur aus dem Stand erlaubt. Bewegung in den Gegenspieler hinein gilt als Foul.
5. Übermäßiger Einsatz von Armen oder Oberkörper – Der gezielte Einsatz von Armen, Ellbogen oder Oberkörper zum Abschirmen oder Abdrängen wird als Foul gewertet.
6. Wiederholte Regelverstöße – Mehrfache Fouls eines Spielers können – je nach Turnierreglement – mit einer Zeitstrafe oder einem Ausschluss (z. B. „blaue Karte“) geahndet werden.
Pressball-Regel
Ein Pressball – also das gleichzeitige Spielen des Balls durch zwei Spieler, oft mit Körperkontakt und Druck auf den Ball – ist im Walking Football nicht grundsätzlich verboten, kann aber je nach Ausführung ein Regelverstoß sein. Hier kommt es auf folgende Aspekte an:
Wann ist ein Pressball erlaubt?
Wenn beide Spieler gleichzeitig den Ball aus dem Stand oder in kontrollierter Bewegung spielen
Wenn kein harter Körperkontakt erfolgt
Wenn keine Grätsche oder kein gefährliches Einsteigen vorliegt
Wann ist ein Pressball ein Regelverstoß?
Wenn dabei ein Spieler in den anderen hineinläuft (→ kein Gehen mehr)
Wenn zu viel Druck/Körperkontakt ausgeübt wird
Wenn ein Spieler absichtlich blockt oder rempelt
Wenn der Ball dabei über Hüfthöhe springt oder gefährlich wird
Fazit: Ein Pressball ist nur dann erlaubt, wenn er kontrolliert, ohne übermäßigen Körpereinsatz und regelkonform (Gehen, kein Heben des Balls über 1 m, kein Grätschen) ausgeführt wird. Im Zweifel entscheidet die Spielleitung zum Schutz der Gesundheit gegen den Pressball.
Schuss auf den Körper des Gegenspielers
Im Walking Football kann ein Schuss auf den Körper des Gegenspielers aus kurzer Distanz als Foul gewertet werden – abhängig von Intensität, Absicht und Gefährdung.
Wann ist es kein Foul?
Der Schuss ist nicht absichtlich auf den Körper gezielt
Der Ball wird im normalen Spielverlauf abgegeben
Der Gegenspieler steht zufällig im Schussweg und es entsteht keine Verletzungsgefahr
Der Schuss ist kontrolliert und nicht über Hüfthöhe ⸻
Wann ist es ein Foul?
Der Ball wird mit Wucht direkt auf den Körper des Gegenspielers geschossen
Es besteht Gefahr für Gesundheit oder Gleichgewicht (z. B. aus <1 m Entfernung)
Der Schuss erfolgt absichtlich, um den Gegner zu treffen oder zu verunsichern
Der Ball wird übermäßig hart gespielt oder trifft empfindliche Bereiche (Gesicht, Kopf, Oberkörper) ⸻
Regelhintergrund: Walking Football zielt auf Sicherheit, Fairness und Rücksichtnahme. Aktionen, die andere gefährden – auch unbeabsichtigt – werden in vielen Regelwerken als unsportlich oder gefährlich gewertet und entsprechend sanktioniert (z. B. Freistoß, Verwarnung, blaue Karte). ⸻
Fazit: Ein Schuss aus kurzer Distanz kann ein Foul sein, wenn er nicht rücksichtsvoll erfolgt. Schiedsrichter*innen haben hier oft Ermessensspielraum – besonders in Bezug auf Absicht und Wirkung.
Karten-System
Beim Walking Football gibt es – je nach Verband, Liga oder Turnierreglement – ein eigenes, vereinfachtes Kartensystem, das an das klassische Fußballsystem angelehnt ist, aber stärker auf Fairness, Sicherheit und Deeskalation setzt. Hier die üblichen Kartenarten im Walking Football:

Gelbe Karte Verwarnung bei:
• wiederholten kleineren Regelverstößen
• unsportlichem Verhalten (z. B. verbale Provokation)
• leichtem Körperkontakt trotz Ermahnung
• „Laufen statt Gehen“ nach vorheriger Verwarnung
Die gelbe Karte dient der Erinnerung und Erziehung, nicht sofort der Strafe.

Rote Karte Sofortiger Platzverweis bei:
• grobem Foulspiel
• Tätlichkeit oder aggressivem Verhalten
• absichtlicher Gefährdung anderer Spieler
• schwerer Unsportlichkeit oder Beleidigung
Spieler darf nicht ersetzt werden; Team spielt in Unterzahl.
Hinweis: Die Verwendung der blauen Karte ist in vielen Freizeit- und Seniorenturnieren üblich, aber nicht überall standardisiert. Sie bietet eine sanfte Alternative zur Gelb-Rot-Regel, die im Walking Football in der Regel nicht angewendet wird.
DEUTSCHER FUSSBALL-BUND RICHTLINIEN FÜR WALKING FOOTBALL

Präambel
Walking Football ist eine Fußball-Variante, die vor allem unter dem Motto „gesunder Fußball“, „Fußball ein Leben lang“, Diversität und Integration gespielt werden soll. Ziel des Walking Football ist es, den Reiz des Fußballspielens und des Mannschaftssports allen zu ermöglichen, für die die Ausübung des klassischen Fußballs ein zu hohes Verletzungsrisiko birgt oder zu dynamisch ist. Im Sinne eines Gesundheitssportes, sollte auf das Aufwärmen und die Gymnastik zu Beginn des Trainings oder vor einem Spiel besonders Wert gelegt werden. Es empfiehlt sich hierfür eine Übungsleitung zu gewinnen und entsprechend zu qualifizieren, die ein auf die Trainingsgruppe abgestimmtes Aufwärmtraining anleitet. Bei längerer Inaktivität wird eine ärztliche Abklärung der Teilnahme am Walking Football empfohlen. Alle aktiven Teilnehmer sollten Mitglied im Verein sein.
§ 1 Grundsatz
Soweit diese nachfolgenden Richtlinien keine Abweichungen vorsehen, wird nach den internationalen Fußball-Regeln der FIFA, des DFB, sowie den Satzungen und den Ordnungen der jeweiligen Landesverbände gespielt. Die Richtlinien dienen dabei als Leitplanken, u. a. für landesverbandsübergreifende Wettbewerbe, und können flexibel angepasst bzw. ergänzt werden.
§ 2 Spielberechtigung
1. Spielberechtigt ist jedes Vereinsmitglied. Geschlechtergemischte Teams sind zugelassen.
2. Alle Spieler müssen Mitglied in einem Verein sein, der Mitglied des jeweiligen Landesverbands ist.
3. Für den Trainingsbetrieb entscheidet der anbietende Verein über das Mindestalter der Teilnehmer. Bei Freundschaftsspielen entscheiden die teilnehmenden Vereine über das zulässige Mindestalter, bei Turnieren entscheidet der Ausrichter. Für landesverbandsübergreifende Wettbewerbe wird ein Mindestalter von 55 Jahren empfohlen. Es dürfen bis zu zwei jüngere Spieler eingesetzt werden, die im Veranstaltungsjahr mindestens 50 Jahre alt werden.
§ 3 Spieler
1. Es befinden sich sechs Spieler pro Mannschaft auf dem Spielfeld.
2. Eine Mannschaft besteht inklusive der Auswechselspieler aus bis zu 12 Spielern.
3. Abweichungen hinsichtlich der Mannschaftsgröße sind möglich.
§ 4 Auswechslungen
1. Alle Spieler dürfen ein- und ausgewechselt werden. Wiedereinwechseln ist möglich.
2. Auswechslungen werden fliegend vorgenommen in der eigenen Hälfte auf Höhe der Mittellinie.
3. Der Einwechselspieler darf das Spielfeld erst betreten, sobald der auszuwechselnde Spieler das Spielfeld verlassen hat.
4. Einwechselspieler halten jeder ein Leibchen in der Hand, welches im Wechselvorgang an der Mittellinie übergeben wird. Erst nach der Übergabe des Leibchens darf der Einwechselspieler das Feld betreten.
5. Der Ort der Auswechslung kann in individuellen Turnierbestimmungen abweichend geregelt werden.
§ 5 Spielfeld
1. Walking Football Spiele werden auf einem Spielfeld mit der Größe 42m x 21m ausgetragen.
2. Bei einem Spiel in der Halle gelten die Maße eines Handballfeldes.
3. Bei größerem oder kleinerem Feldmaß als dem Wettkampßmaß kann die Anzahl der Spieler und die Größe des Toraums angepasst werden.
§ 6 Torgröße, Torwart und Torraum
1. Torgrößen können individuell festgelegt werden. Hierbei können Kinderfußball-Minitore, umgelegte oder höhenreduzierte Jugendtore oder anderweitige Möglichkeiten genutzt werden.
2. Bei Wettbewerben wird folgende Torgröße empfohlen: 1m in der Höhe und 3m in der Breite.
3. Walking Football wird ohne Torwart gespielt.
4. Die Größe des Toraums bildet einen kreisförmigen Raum mit 3m Radius auf einer Breite von 5m.
5. Der Torraum muss kenntlich gemacht werden durch:
- a) Abstreuen
- b) Flache Pylonen/Hütchen auf dem Spielfeld
6. Der Torraum darf weder zur Abwehr durch die verteidigende Mannschaft noch für eine Torerzielung durch die angreifende Mannschaft betreten werden.
7. Das Betreten des Toraumes wird dann strafbar, wenn der Spieler aktiv zum Ball geht, um einen Spielvorteil zu erlangen. Dabei gilt:
- a) Bei Torverhinderung im Torraum durch die verteidigende Mannschaft erfolgt ein Strafstoß.
- b) Bei Torerzielung durch die angreifende Mannschaft im Torraum wird das Tor aberkannt und die verteidigende Mannschaft erhält einen Freistoß aus dem Torraum.
- c) (Unabsichtliches) Betreten des Toraums, bei dem der Ball gespielt wird, ohne Torverhinderung bzw. Torerzielung, wird mit einem Freistoß aus dem Torraum bestraft. d) Bleibt der Ball unabsichtlich im Torraum liegen, dann erhält die verteidigende Mannschaft Ballbesitz und darf den Ball spielen.
- e) Wird der Ball absichtlich von der verteidigenden Mannschaft in den Torraum gespielt, dann erhält die angreifende Mannschaft einen Strafstoß.
- f) Unabsichtliches Betreten des Toraums, ohne einen Vorteil zu erlangen, wird nicht bestraft.
8. Der Ball darf durch den Torraum gespielt werden.
9. Im Hallenspielbetrieb kann der Torraum durch den 6m-Kreis begrenzt werden.
10. Bei Kleinfeldspielfeldern kann der Torraum durch den jeweiligen Strafraum begrenzt werden.
§ 7 Angepasstes Reglement
1. Jedwedes Laufen – mit oder ohne Ball – ist verboten. Ein Fuß muss stets den Boden berühren. Läuft ein Spieler, wird auf Freistoß für die gegnerische Mannschaft entschieden.
2. Tore – ausgenommen Eigentore – können nur aus der gegnerischen Spielfeldhälfte erzielt werden.
3. Physische Vergehen jeglicher Art gegen Gegenspieler oder Mitspieler sind untersagt. Hierzu zählen:
• zu starker Körperkontakt mit den Ellenbogen, Ziehen, Halten und jegliche Art von Grätschen
• körperliche Angriffe von hinten
4. Vergehen, die „rücksichtslos“ oder „übermäßig hart“ begangen werden, werden mit einer Gelben bzw. Roten Karte bestraft:
- a) Gelbe Karte: Gilt als Verwarnung, bei rücksichtlosem Foulspiel.
- b) Rote Karte: Verweist den Spieler des Feldes, zusätzlich erhält die Mannschaft eine „3-Minuten-Zeitstrafe“, bei einem Gegentor innerhalb der 3 Minuten darf nicht ergänzt werden. Die Rote Karte gilt als schwere Sanktion bei „übermäßig hartem“ Vergehen. Der Spieler darf während des Spiels nicht mehr eingesetzt werden. Die Mannschaft darf erst nach 3 Minuten wieder ergänzen. Bei besonders schweren Vergehen ist eine weitergehende Sanktionierung durch die Sportgerichtsbarkeit des zuständigen Landesverbands möglich.
5. Sollte ein Spieler im laufenden Spiel ein zweites Vergehen, welches mit einer Gelben Karte zu ahnden ist, begehen, so erhält dieser die Gelb-Rote Karte. Der Spieler erhält zusätzlich eine drei Minuten-Zeitstrafe. Nach Ablauf der Zeitstrafe darf sich die Mannschaft wieder ergänzen. Erzielt die gegnerische Mannschaft in Überzahl ein Tor, darf sich die in Unterzahl spielende Mannschaft vor Ablauf der drei Minuten Zeitstrafe ergänzen.
6. Das Spiel darf nicht beginnen oder fortgesetzt werden, wenn eine der Mannschaften weniger als vier Spieler zur Verfügung stehen.
7. Der Ball muss flach gehalten werden. Wird der Ball über eine Höhe von 1m gespielt, erhält die gegnerische Mannschaft einen Freistoß an der Stelle, wo der Ball zuletzt gespielt wurde. Zur besseren Einhaltung dieser Regel wird grundsätzlich die Verwendung eines Futsal-Balls empfohlen.
8. Es wird eine Spielzeit von 4×15 Minuten empfohlen.
- Nach 15 Minuten Spielzeit erfolgt eine kurze Pause von mindestens 2 Minuten.
- Nach 30 Minuten Spielzeit eine Halbzeitpause von 10 Minuten.
- Nach der Halbzeitpause werden die Seiten gewechselt.
- Nach 45 Minuten Spielzeit erfolgt nochmals eine Pause von mindestens 2 Minuten.
9. Strafstöße werden ausgesprochen:
- a) bei aktivem Betreten des Torraums durch die verteidigende Mannschaft zur Torverhinderung;
- b) bei regelwidriger Vereitelung einer offensichtlichen Torchance.
10. Strafstoß: Der Strafstoß wird von einem Spieler durch einen Schuss von der Mittellinie auf das leere, gegnerische Tor ausgeführt. Es befinden sich während der Ausführung nur der ausführende Spieler einer Mannschaft auf dem Feld. Nach der Ausführung des Strafstoßes gilt die Spielsituation als beendet. Das Spiel wird entweder mit einem Abstoß, bei Vergeben des Strafstoßes, oder einem Anstoß, im Falle eines Tores, fortgeführt.
11. Strafstoßschießen zur Spielentscheidung: Der Strafstoß wird von einem Spieler an der Eckfahne zu seinem Mitspieler hinter der Mittellinie gepasst. Der Spieler darf nach Überqueren des Balles von der Mittellinie den Ball hinter der Mittellinie direkt ins leere, gegnerische Tor schießen. Es befinden sich während der Ausführung nur zwei Spieler einer Mannschaft auf dem Feld.
- a) Pro Mannschaft werden 3 Schützen festgelegt. Ein weiterer Spieler spielt die Bälle von der Eckfahne über die Mittellinie. Der Passgeber kann beliebig gewählt werden und während des Strafstoßschießens wechseln.
12. Wenn der Ball ins Seitenaus geht, wird das Spiel mit einem Einkick an der Stelle, wo der Ball ins Seitenaus gegangen ist, fortgesetzt.
13. Bei allen Spielfortsetzungen muss die gegnerische Mannschaft die Abstandsregelung von drei Metern einhalten.
14. Alle Freistöße werden indirekt ausgeführt.
15. Freistöße für die angreifende Mannschaft in Torraumnähe (< 3 Meter) werden auf einen Abstand von drei Metern zum Torraum zurückgelegt, damit die gegnerische Mannschaft die Abstandsregelung einhalten und eine Mauer unmittelbar vor den Torraum stellen kann.
16. Der Abstoß durch die verteidigende Mannschaft wird durch einen Spieler im Torraum ausgeführt. Die gegnerische Mannschaft muss dabei die Abstandsregelung zur Grenze des Torraumes einhalten.
§ 8 Spiel- und Turnierleitung
1. Bei Trainings-/Freizeitspielen einigen sich die Beteiligten auf einen Spielleiter.
2. Bei Wettbewerben wird jedes Spiel von einem Schiedsrichter geleitet.
§ 9 Änderungen
Änderungen und Ergänzungen dieses Reglements können durch den DFB-Ausschuss für Beachsoccer, Freizeit- und Breitensport jederzeit vorgenommen werden. Sie sind in den offiziellen Mitteilungen des DFB zu veröffentlichen und werden von diesem Zeitpunkt an wirksam.
Gültigkeit
Stand: 07.07.2023
Turnierform: Round Robin – Walking Football 6-a-Side (ohne Torwart)
Was ist „Round Robin“?
Die Turnierform „Round Robin“ (dt. Rundenturnier oder Rundlaufverfahren) ist eine flexible Mischung aus Round Robin (Jeder-gegen-Jeden) und einem fortlaufenden, rotierenden Spielplan. Sie eignet sich besonders gut für Walking Football, da sie auf Bewegung, Beteiligung und Fairness ausgelegt ist – mit gleichmäßiger Spielzeit für alle Teams, ohne lange Wartezeiten.
Grundprinzip:
• Alle Teams spielen mehrere kurze Spiele gegen wechselnde Gegner.
• Es wird kein klassischer KO-Modus verwendet.
• Das Ziel ist es, dass alle Teams möglichst gleich viele Spiele absolvieren.
• Der Spielplan kann je nach Teilnehmerzahl durchgehend rotieren – also z. B. Team A spielt gegen Team B, während Team C wartet, dann spielt Team A gegen Team C usw.
Teamgröße:
• 6 Feldspieler pro Team, kein Torwart
• Je nach Teilnehmerzahl kann mit 4–8 Teams gespielt werden.
Spielmodus:
• Spieldauer pro Match: z. B. 1 x 10 Minuten
• 4 Spiele pro Team sind üblich, bei kleineren Gruppen auch mehr
• Kurze Pausen zwischen den Spielen (z. B. 5 Minuten)
Punktesystem (Beispiel):
• Sieg: 3 Punkte
• Unentschieden: 1 Punkt
• Niederlage: 0 Punkte
Bei Punktgleichheit zählen: 1. Tordifferenz 2. Direktvergleich 3. Fairnesswertung oder Penalty-Shootout (falls nötig)
Beispielhafter Ablauf mit 6 Teams:
• Alle Teams spielen gegen 5 verschiedene Gegner.
• Nach jeder Runde rotiert ein Team weiter, damit der Spielfluss erhalten bleibt.
• Die Spiele werden nacheinander ausgetragen – ideal für ein Feld.
Ein „Round Robin“ (Rundenturnier) mit 6 Teams bedeutet, dass jedes Team einmal gegen jedes andere Team in einer Serie von Spielen antritt. Bei 6 Teams gibt es insgesamt 15 Spiele. Die Teams spielen in mehreren Runden, wobei jedes Team einmal pro Runde spielt, bis alle möglichen Paarungen stattgefunden haben.
Bei 6 Teams und 15 Spielen kann man eine Staffelung der Spiele in mehreren Runden vornehmen, um die Spiele auf verschiedene Tage oder Zeiträume zu verteilen. Eine mögliche Aufteilung der Spiele in Runden könnte so aussehen: Runde 1: Team 1 vs. Team 2, Team 3 vs. Team 4, Team 5 vs. Team 6 – Runde 2: Team 1 vs. Team 3, Team 2 vs. Team 5, Team 4 vs. Team 6 u.s.w.
Vorteile des Round Robin Formats für Walking Football:
• Dynamisch, aber schonend: Viele Spiele, wenig Wartezeit, aber ohne Überbelastung.
• Fair & flexibel: Alle Teams haben ähnliche Voraussetzungen.
• Kein Stress durch KO-Druck: Fokus liegt auf Spaß, Bewegung und Miteinander.
• Einfache Organisation auch mit spontan anwesenden Teams.
Abschluss & Siegerehrung:
• Die Punkte aller Spiele werden zusammengezählt.
• Je nach Wunsch: Siegerehrung, Urkunden, Medaillen oder einfach ein gemeinsamer Ausklang.

Walking Football – FIWFA-Regeln 2025 (Kurzfassung)
1. Grundprinzip
- Walking Football wird im Gehen gespielt: Mindestens ein Fuß muss immer den Boden berühren.
- Spielfeld: 5 Feldspieler + 1 Torwart pro Team, Tore 3 × 2 m.
- Spielzeit: 2 × 10 bis 20 Minuten (Turniermodus abhängig).
- Bälle: Größe 5.
2. Disziplinarmaßnahmen
- Blaue Karte → Zeitstrafe („Sin-Bin“), Dauer = 10 % der Spielzeit (z. B. 2 Min. bei 20 Min. Spiel).
- Gründe: 3 Laufverstöße, wiederholte Fouls, unsportliches Verhalten.
- Rote Karte → sofortiger Ausschluss (Spielende für den Spieler, Team spielt in Unterzahl).
- Gründe: grobes Foulspiel, Tätlichkeit, Beleidigung, DOGSO (siehe unten).
3. Spielfortsetzung
- Anstoß: kein Tor direkt möglich, mindestens ein Pass notwendig.
- Seitenaus: Kick-In (indirekt), kein direkter Torschuss erlaubt.
- Ecke: ebenfalls indirekt.
- Abwurf Torwart: nur Abrollen unterhalb Hüfthöhe oder flacher Pass/Kick. Kein Dropkick.
- Ball über 1,82 m (Kopf-/Torlattenhöhe): Aus, indirekter Freistoß.
4. Torhüter-Regeln
- Kein Handspiel nach Rückpass vom Mitspieler.
- Torwart darf Ball nur abrollen oder flach abspielen (kein hoher Abstoß).
- Tor, das durch Abwehraktion über 1,82 m ins Tor geht → zählt nicht.
5. Körperkontakt
- Minimaler Kontakt erlaubt (z. B. Schulter an Schulter).
- Verboten: Grätschen, Tacklings von hinten/der Seite, übermäßiger Körpereinsatz.
- Bei Verstoß: indirekter Freistoß, ggf. Karte.
6. DOGSO („Denying an Obvious Goal Scoring Opportunity“)
- Offensichtliche Verhinderung einer klaren Torchance = Rote Karte.
- Kriterien:
- Nähe zum Tor
- Richtung zum Tor
- Kontrolle über Ball
- Nur noch max. 1 Verteidiger zwischen Angreifer und Tor (meist Torwart)
7. Fair Play & Sicherheit
- Schmuck & Uhren verboten (nur abgeklebt).
- Schienbeinschoner Pflicht.
- Brillenträger: Schutzbrillen empfohlen.
- Respekt gegenüber Mitspielern, Gegnern und Schiedsrichtern ist oberstes Gebot.

